Biotreibstoff

Die menschliche Mobilität hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immens verändert. So haben die Erfindung des Automobils und das Flugzeugs einen Siegeszug hinter sich, der das menschliche Leben tiefgreifend verändert hat. Heute ist es normal, für kurze Zeit in den Urlaub zu fliegen und der kurze Gang zum Supermarkt ist durch eine Fahrt im Auto ersetzt worden.

Die veränderte Mobilität hat dabei dazu geführt, dass mehr und mehr Energie für die Fortbewegung aufgewandt werden muss. Energie ist damit zu einem wichtigen Thema in der Gesellschaft geworden. Vor allem ihre Gewinnung ist das Hauptproblem. So sind etwa Kernkraftwerke extrem effizient, aber auch gefährlich, da diese schädliche Strahlung abgeben können, die nur durch eine Messung ermittelt werden kann. Auch Sie können mit Radonmessung.de ganz einfach eine solche Messung vornehmen lassen und Sicherheit über Ihre Umwelt gewinnen.

Die Energie, die für die Fortbewegung benötigt wird, wird in der Form von Treibstoffen zur Verfügung gestellt. Bei all diesen Stoffen handelt es sich traditionell um sogenannte fossile Brennstoffe. Sie sind durch extrem lange biologische Prozesse in der Natur entstanden und nur in begrenztem Umfang verfügbar. Es steht also fest, dass die konventionellen Treibstoffe unserer Maschinen, die die Fortbewegung ermöglichen, irgendwann zur Neige gehen. Experten streiten noch über den genauen Zeitpunkt, wann dies der Fall sein wird. Schätzungen reichen dabei von 40 bis 100 Jahre. So oder so ist das Ende aber absehbar. Die Menschheit hat sich daher auf die Suche nach Alternativen zu den klassischen Treibstoffen begeben. Dabei ist ein Verfahren erfunden worden, das die Herstellung von Treibstoff aus Biomasse ermöglicht. Wie aber läuft dieser Prozess genau ab?

So wird Biotreibstoff gewonnen

Das Verfahren, mit dem Biotreibstoff gewonnen wird, ist simpel. Es wird Pflanzenöl mit Methanol umgeestert. Um dies zu erreichen, wird das Pflanzenöl mit Methanol in einem Verhältnis von 9:1 gemischt. Ein Katalysator, etwa Kaliumhydroxid, sorgt dann für eine Beschleunigung des Prozesses. Das Gemisch wird für mehrere Stunden bei 50 bis 80 Grad Celsius gerührt. Dabei entsteht durch einen chemischen Prozess Biodiesel. Dieser Rohdiesel muss anschließend noch aufbereitet werden, um etwa in Automobilen genutzt zu werden.

Diese Art der Herstellung bietet den Vorteil, dass sie relativ einfach und kostengünstig durchgeführt werden kann. Damit bietet Biotreibstoff eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu normalem Diesel. Es ergibt sich durch die Produktion des Treibstoffs aber ein großes Problem: Der Treibstoff wird aus Pflanzen gewonnen. Diese dienen aber oftmals auch der Versorgung von Masttieren oder sogar Menschen. Die Produktion von Biotreibstoff verbraucht also wichtige Ressourcen, die eigentlich für die Ernährung der Welt benötigt werden. Es ist daher fraglich, inwieweit der Treibstoff wirklich weltweit im großen Stil eingesetzt werden kann. Diese Frage muss in Zukunft geklärt werden, um die Technologie gesellschaftlich adäquat nutzen zu können und keine neuen Probleme zu verursachen.